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Vom Zickenkrieg zur Frauenpower

Frauen können sich gegenseitig die Augen auskratzen, sich neidisch anschauen, verurteilen, bewerten, herunterblicken, ausgrenzen, über den anderen lachen und lästern....

oder

sich gegenseitig unterstützen, motivieren, erbauen und ermutigen, fördern und fordern, Ideen umsetzen, anpacken, lachen, tiefe Gespräche führen, zusammenhalten, für den anderen da sein, zuhören, das richtige Wort auf den Lippen haben, rumblödeln, sich austauschen.....

Meine Vision ist es, dass wir Frauen wieder viel mehr lernen und als Team zu sehen. Viel zu oft musste ich erleben, wie wir uns gegenseitig ausspielen, besser sein wollen als der andere, schlecht übereinander reden. Gemeinsam könnten wir so viel verändern - im Team - nicht als Gegnerinnen. Ich denke da an Arbeiten in der Gemeinde, viele Frauen sprudeln nur so von Ideen, doch statt sie gut zu heißen und gemeinsam einen tollen Weg zu finden, fangen wir an das Haar in der Suppe zu suchen und uns gegenseitig auszubremsen. Wir stacheln uns auf, geben verletzende Kommentare, machen nieder. Anstatt das wir mitmachen, gemeinsam. In der Arbeit ist es mir schon aufgefallen, dass man erst ein tolles Team ist, gemeinsam denkt und Ideen austauscht, fast schon freundschaftlich. Aber geht es um den Karriereaufstieg, oder die Idee dem Chef zu präsentieren, werden aufeinmal die Ellbogen ausgefahren.

 

Meine Vision ist es, dass wir Frauen wieder lernen miteinander und füreinander zu beten. Wie oft wälzen wir uns nachts und tagsüber mit unseren Sorgen rum, wie wäre es, wenn wir uns alles sagen können, ohne Angst schlecht dazustehen, ehrlich sein können. Wie wäre es, wenn man sich gegenseitig frägt, nicht aus Tratsch-Neugier, sondern, weil wir im Glauben füreinander einstehen. 

 

 

Meine Vision ist es, dass wir Frauen uns als gegenseitige Vorbilder wahrnehmen und nicht mit einem neidischen oder eifersüchtigen Blick anschauen. Ich weiß, wir lieben uns zu vergleichen. Also es ist eher eine Hass-Liebe. Wie viel schafft die andere Frau, wie ist der Haushalt, wie sind die Kinder erzogen, wie sitzen die Haare und wie viel Speck ist am Bauch. Wir vergleichen uns - fast automatisch. Vielleicht liegt es in unserer Natur. Ich wünsche mir so sehr, dass wir das Vergleichen umdrehen und nicht denken "ach, endlich hat sie wieder zugenommen, dann fühle ich mich nicht so schlecht neben ihr" oder "ach guck, jetzt hat sie auch einen Pickel - doch nicht so perfekt wie ich immer dachte" SONDERN dass wir uns als Vorbilder anschauen. Nicht nach dem Motto "was sie hat, brauche ich auch", eher nach dem Motto "ich freue mich mit dir". Und wenn es etwas gibt, was wir am anderen Wertschätzen und wir vielleicht auch gerne wollen, dann können wir uns dieses Verhalten als Vorbild nehmen, weil wir nicht neidisch, sondern liebevoll auf die Frau blicken. Es kommt uns also sogar doppelt zu Gute. Ich denke da oft an Maria und Martha aus der Bibel. Martha hatte bestimmt viele neidische Gedanken "was fällt Maria ein, so faul bei Jesus rumzuhocken", "ich muss hier die ganze Arbeit machen". Hätte Martha in dem Moment einen liebevollen Blick auf Maria, aber AUCH AUF SICH SELBST, wäre ihr aufgefallen, dass sie sich einfach dazu hocken könnte und ihre Arbeit für den Moment stehen lassen könnte. Aber sie versank lieber in ihren eifersüchtigen Gedanken und am Ende, war sie sauer auf Maria und wurde auch noch von Jesus gerügt. Doppelt schlecht für sie. Aber auch für die Marias unter uns, was haltet ihr davon zu den Marthas unter uns auch mal zu sagen "Hey, kommt, setz dich dazu, wir machen das später zusammen". Gemeinsam - unterstützend - sehend.

Hast du auch Visionen für uns Frauen? Lass es mich gerne wissen, denn was gibt es für eine Power, wenn wir mit all dem Schlechten aufhören und Gut übereinander reden?


Was können wir in unseren Gemeinden und unserem Umfeld bewirken, wenn wir uns gegenseitig unterstützen, füreinander beten, miteinander reden?

 

Wie wirken wir nach außen, wenn wir echte Freundinnen haben, denen wir alles erzählen können? Welche Zufriedenheit würden wir ausstrahlen?

 

Wie viel mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein könnten wir aufbauen, wenn wir uns Gutes zusprechen?

 

Ich wünsche mir mehr davon und ich möchte heute anfangen, so eine Frau zu werden! Lasst uns gemeinsam diesen Weg gehen. Behandeln wir uns mit dem Wert, den uns Gott gegeben hat: kostbar und unendlich geliebt!

 

Eure Kiki

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